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Sanierungsmaßnahmen | Drucken |

Schadensursachen

Gründungsituation:

Der westliche Teil des Domes steht auf verfüllten Burggräben der slawischen Befestigung, was zu ungleichen Setzungsbewegungen führte.

Umbauten des 13./14. Jh.:
Die Erhöhung der Obergadenwände und die Einwölbung brachten zusätzliche Lasten in die Arkadenpfeiler, die sich dadurch verformten. Die Arkadenpfeiler wurden verbreitert und die polygonale Apsis erhielt Strebepfeiler. Beide Bau- Luftaufnahme der Dominsel Lage der slawischen Burganlage im Bereich des Domes. Vor wenigen Jahren brachten Bohrungen im Bereich der alten Burggräben „schwarze, stinkende Mudde“ und „stinkigen, graubraunen klebrigen Mist“ zu Tage. Dieser Baugrund ist nicht tragfähig und führt zu Setzungsbewegungen. Setzungsbewegungen der Bauglieder des Domes teile wurden mit ca. 70 – 140 cm nicht ausreichend tief gegründet. Die trebepfeiler der Apsis kippten nach außen, zogen die Apsiswände mit sich und  verursachten Risse in den Wänden und Gewölben. Der Nordturm wurde nur ca. 2,40 m tief gegründet. Er versank langsam im unsicheren Baugrund.

Schäden der Dachkonstruktionen:
Holzzerstörung durch Schädlinge (Echter Hausschwamm, Braunfäule, Insektenbefall) führte zu Verformungen der hölzernen Dachkonstruktionen. 

Maßnahmen

Nachgründung der Arkadenpfeiler, der nördlichen Außenwand des Langhauses und der Stützen der Orgelempore:

1961 – 63 Nachgründung mit Ortbetonbohrpfählen bis in eine Tiefe von 13 m (mit Ausnahme des westlichen Pfeilerpaares)
1998 Nachgründung des westlichen Pfeilerpaares, des nordwestlichen Außenwandpfeilers sowie der Stützen der Orgelempore mit Ortbetonbohrpfählen in die gleiche Tiefe.

Nachgründung der Apsisstrebepfeiler:
1998 Nachgründung der Apsisstrebepfeiler mit sogenannten Kugelkopfbohrpfählen (das untere Ende des Bohrpfahles weitet sich kugelförmig auf) bis in eine Tiefe von ca. 4 m.

.Betonieren eines Stahlbetonstreichbalkens,mit dem die Bohrpfähle an die Strebepfeiler angeschlossen werden Apsisstrebepfeiler, Betonieren einer sogenannten Druckmanschette

Weitere Informationen können Sie unseren Dokumentationen entnehmen:

"Zwischen Bewahrenund Verändern - Baugeschehen am Dom zu Brandenburg zwischen 1961 und 2006 "
(.pdf ca. 24,5 MB)

"Baugeschichte "

(.pdf ca. 13 MB)

 
 
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